Erziehung

Tschechoslowakische Wolfshunde muss man erziehen, indem man selber Verhalten vom Wolf zeigt.
Das heißt, wenn die Hunde etwas anstellen muss man ihnen mit der Hand über die Schnauze greifen und zu drücken ( ihnen während des Griffs aber auch sagen das dass pfui ist ).

Niemals ins Genick greifen und schütteln. Die Hunde bekommen panische Angst.

Von klein auf an den Hund beim spielen ab und zu in die Kehle greifen und ihn so auf den Rücken legen. Ihm wird dadurch immer gezeigt das man stärker ist und man bekommt seltener das Problem das sich ein Hund daran versucht im Rang aufzusteigen.
Sollte es doch einmal dazu kommen, das der Hund versucht sich über den Menschen zu stellen, auch wieder in die Kehle greifen und auf den Rücken legen, diesmal aber mit Druck. Dabei in die Augen schauen. Sich langsam wieder von dem Hund lösen, aber weiterhin den Blickkontakt so lange aufrecht erhalten, bis der Hund wenigstens einmal weg schaut. Dann kann man sich vom Hund abwenden. Man kann sehr gut erkennen, das sich der Hund völlig unterwirft, wenn er noch ein paar Sekunde auf dem Rücken liegen bleibt und die Rute zwischen die Hinterläufe zieht.

Oder: Wenn man einen Hund hat der sehr energiereich ist, springt er auf und leckt einem durch das Gesicht. Dieses Verhalten zeigt auch Unterwürfigkeit. So nach dem Motto: Es war doch gar nicht so gemeint. Man darf aber nicht den Fehler machen dem Hund zu verzeihen, sondern sollte ihn dann eine gewisse Zeit ignorieren. Würde man gleich nach dem abschlecken wieder mit dem Hund spielen, so nach dem Motto ” es ist ja gut, mein Kleiner “, Kann es passieren das der Hund sich nichts von dem Unterwerfen an nimmt.                           ” Sie legen mich zwar auf den Rücken, aber da ich mich ja so schön einschleimen kann, ist es ja gleich wieder vergessen. Ich komme mit so etwas also immer wieder durch und brauche meine Herrschaften gar nicht ernst nehmen “.

Egal in welcher dieser Situationen, den Hund immer in die Augen schauen. Niemals den Blick abwenden sonst hat er schon gewonnen. Man zeigt ihm auch dadurch, das man über den Hund steht.

Vorsicht; es gibt viele Situationen indem der Hund meint er würde über gewisse Menschen stehen.

Beispiel:

Das Herrchen kommt von der Arbeit nach Hause, der oder die Hunde freuen sich tierisch und springen ihn fasst auf den Arm vor Freude. Das Herrchen macht diese Begrüßung mit und erst danach wird Frauchen und die Kinder begrüßt.
Für den Hund heißt das, das er über Frauchen und den Kindern steht, da sie erst nach dem Hund begrüßt werden. Ist der Hund also mit Frauchen und den Kindern alleine, muss er ja nicht darauf hören was sie ihm sagt.
So schwer wie es auch ist, erst alle Menschen begrüßen, dann der Hund.

Hund ohne Leine laufen lassen.

Bei meinen ersten Hunden habe ich versucht sie mit Leckehrchen zurück zurufen. Das hat auch lange geklappt. Der Tag kam aber, da war etwas Anderes wichtiger als mein rufen und die Leckehrchen. Da die Hunde gemerkt haben das ich sie nicht zurück bekomme wenn sie erst mal ein paar Meter vor mir waren, konnten sie tun und lassen was sie wollten. Es lief nachher darauf hinaus, das ich sie nicht mehr von der Leine machen konnte, da sie auch das Wildern angefangen haben.

Ich habe mich mit Leuten aus den Ursprungsländern unterhalten, wie sie ihre Hunde auf Entfernung wieder zurück bekommen. Man sagte mir das ich halt etwas nach ihnen werfen müsste. So würde der Hund glauben das man ihn immer bekommt, egal wie weit er weg ist.

Mit meinem neuen Welpen habe ich es dann anders gemacht.
Ich lies meine kleine ohne Leine bei uns auf dem Hof laufen. Als ich sie rief und sie nicht kam, warf ich ein Kettenhalsband nach ihr. Ich habe nicht mal getroffen, rief sie aber gleich etwas energischer und siehe da, der Hund kam sofort. Dieses habe ich immer wiederholt, bei jedem Spaziergang. Auch wenn sie dann einen Vogel oder eine Maus sah, habe ich pfui gesagt und raschelte mit dem Kettenhalsband. Heute ist mein Hund über ein Jahr alt und hört besser als andere Hunde aus der Nachbarschaft. Auch wildern kam für sie bis heute nicht in Frage.
Sie kennt Rehe, Wildschweine und vieles Andere, durch Spaziergänge in Wildparks.
Es können beim spazieren gehen Rehe über die Wiese laufen, mein Hund habe ich soweit im Griff, das sie nicht hinterher läuft.

Bei dieser Erziehung muss ich aber dabei sagen, das ich das erste halbe Jahr, mit der Kleinen überwiegend alleine Spazieren ging. So konnte ich mich völlig auf meinen Hund konzentrieren. Wurde nicht durch Gespräche abgelenkt.
Natürlich sind wir auch auf Hundewiesen gefahren, damit sie sich in einem anderen Rudel integrieren konnte, aber zu Hause bei den Tagesspaziergängen immer alleine.