29 May 2017    
 
 
 
 
 
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NoNo Verlag

Der NoNo Verlag ist ein Verlag für nichtnormative Kinderbücher, Sachbücher und Ratgeber. Wir wollen mit unserem Programm dazu beitragen, dass ansonsten wenig beachtete Erfahrungen und Lebensentwürfe sich in der deutschsprachigen Literatur wiederfinden. Unser Themenschwerpunkt liegt dabei auf Geschlechtsidentitäten, zum Beispiel in den Bereichen gender_queer, trans* und inter*. Das heißt, unsere Bücher handeln von Menschen, deren geschlechtliche Identität nicht dem stereotypen Muster von Männern und Frauen entspricht. In den Kinderbüchern liegt ein weiterer Fokus darauf, verschiedene Modelle des Zusammenlebens in der Familie und anderen Zusammenhängen einzubeziehen. Dabei legen wir Wert darauf, dass die Texte und Illustrationen möglichst auch Normierungen in anderen Aspekten vermeiden und respektvolle zwischenmenschliche Beziehungen unterstützen/bestärken.

Der NoNo Verlag ist aus dem Anti-Discrimination Future Project hervorgegangen, das ein Konzept für nichtnormative Kinderliteratur entwickelt und ein nichtnormatives Kinderbuch in verschiedenen Sprachen veröffentlicht hat.

Konzept

Das nichtnormative Konzept wurde im Rahmen des Anti-Discrimination Future Project entwickelt.

Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass die meisten deutschsprachigen Kinderbücher ihre Geschichten in einem Setting ansiedeln, das nur sehr eingeschränkte Familiensituationen und Geschlechterrollen zeigt. In der Regel wird die harmonische Beziehung eines heterosexuellen (Ehe)Paars mit ein oder zwei Kindern und traditionellen Rollenverteilungen dargestellt. Zudem gehören die dargestellten Figuren meist dem weißen deutschen Mittelstand an, haben keinen Migrationshintergrund und entsprechen körperlichen Normen. Wenn überhaupt, dann werden andere Lebensentwürfe, -situationen, und Identitäten meist in einer Weise dargestellt, die sich auf ihre vorgebliche „Andersartigkeit“ konzentriert.

Diese Art der Darstellungen grenzt all diejenigen aus, deren Lebenssituationen nicht dem vorherrschenden Ideal einer solchen „Bilderbuchfamilie“ entsprechen. Dahingegen ist die Idee des nichtnormativen Konzepts, in Geschichten für Kinder (und anderen Büchern) eine möglichst große Bandbreite an Optionen in Bezug auf Identitäten, Lebensentwürfe, Hintergründe und Orientierungen als gleichwertige Hintergrundnormalität abzubilden. Dabei ist es notwendig, verschiedene Arten der Diskriminierung miteinzubeziehen, da diese nicht unabhängig voneinander verstanden und bekämpft werden können. >> mehr zum Konzept

Sprache

Wir richten uns mit unseren Büchern an ein breites und vielfältiges Publikum. Wir wollen vermeiden, dass unsere Bücher durch eine Szene- oder akademische Sprache nur bestimmten Kreisen verständlich sind. Deswegen bemühen wir uns, eine allgemeinverständliche Sprache zu verwenden. Gleichzeitig wollen wir sprachliche Diskriminierungen, die in der Alltagssprache anzutreffen sind, weitgehend vermeiden. In dem Bemühen, diese beiden Ansprüche zu verbinden, sind wir offen für Experimente und Ideen und werden verschiedene Wege ausprobieren. Wir begreifen dies als einen offenen Prozess und hoffen, dass sich viele daran beteiligen.

Auf dieser Homepage benutzen wir häufig die folgende Schreibweise mit Unterstrich: Autor_innen. >> Erklärung auf Wikipedia

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